Mehr als 35.000 verschiedene Arten aus der Familie der Eulenfalter sind weltweit bekannt. Sie bilden damit die artenreichste Familie der Schmetterlinge oder Falter. In den Tropen ist eine große Zahl von Eulenfaltern heimisch, weshalb man in Venezuela etliche schöne Vertreter dieser Familie beobachten kann. Die Bärenspinner (Arctiinae) wurden früher als eigenständige Familie angesehen, gelten jedoch nun als zu den Eulenfaltern gehörend. In der Darstellung in diesem Kapitel sind sie entsprechend den Noctuidae zugewiesen. Ich zeige auf dieser Seite die Arten, die ich bisher in Venezuela beobachtet, fotografiert und bestimmt habe.

Amaxia theon

Die Falterart Amaxia theon ist nachtaktiv und die Tiere lassen sich von Kunstlicht anlocken. Hell gelblich ist Grundfärbung der Oberseite der Vorderflügel. Darauf befindet sich ein für die Art charakteristisches Muster aus Flecken und Bogen, deren Färbung matt purpurn ist. Weitere Details konnte ich über diese Insekten leider nicht in Erfahrung bringen. Ich schätze die Flügelspannweite dieser Tiere auf circa 50 bis 60 Millimeter. Das Verbreitungsgebiet dieser Falterart reicht von Französisch-Guayana über Venezuela bis nach Peru, Ecuador und Boliven.

Ammalo helops

Über weite Teile Mittel- und Südamerikas ist die Falterart Ammalo helops verbreitet. Circa 60 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser nachtaktiven Tiere. In ihrer Färbung variieren die einzelnen Individuen sehr stark. Meist sind die Vorderflügel auf der Oberseite rotbraun gefärbt und weisen je einen roten Fleck auf. Es gibt jedoch auch Exemplare, bei denen dieser rote Fleck kaum zu sehen ist. Dies gilt insbesondere für Individuen, die stark abgeflogen sind. Typisch sind auch einige kleine schwarze Flecken an der Basis der Vorderflügel. Der Körper ist rötlich bis orangerot gefärbt. Die Hinterflügel sind in aller Regel einfarbig orangerot gefärbt.

Argyrosticta meres

Von Costa Rica in Mittelamerika bis in den nördlichen Teil Südamerikas reicht das Verbreitungsgebiet der Falterart Argyrosticta meres. Diese nachtaktiven Tiere kommen dort beispielsweise in Kolumbien und Venezuela vor. Leider finden sich in den gängigen Quellen praktisch keine weiteren Informationen über diese Insekten. Ihre Flügelspannweite schätze ich auf 30 bis 35 Millimeter. Mittelbraun ist die Grundfärbung der Vorderflügel. Sie tragen ein Muster aus weißen Flecken, die sich unter anderem in der äußeren Flügelecke befinden. Darüber hinaus gibt es einige dunkelbraune Bereiche. Die Hinterflügel sind von der Basis an auf etaw zwei Dritteln ihrer Fläche gelblich-ockerfarben, daran schließt sich im hinteren Bereich ein breiter, mittelbrauner Saum an. Der Brustteil ist mittelbraun behaart, dies gilt auch für den vorderen Teil des Hinterleibs. Der restliche Teil des Hinterleibs ist gelblich-ockerfarben hehaart und in der Mitte sowie am hinteren Zipfel sind die Härchen mittelbraun bis dunkelbraun gefärbt. Ein alternativer wissenschaftlicher Name dieser Falterart lautet Callopistria meres.

Callisthenia cf. variegata

Die Falterart Callisthenia variegata kommt in Peru, Brasilien und Venezuela vor. Sie ist nachtaktiv und hat eine Flügelspannweite von schätzungsweise 15 Millimeter. Die Vorderflügel weisen auf der Oberseite eine helle, cremefarbene Grundfärbung auf. Von der Basis bis etwa zur Mitte der Vorderflügel und im hinteren Bereich dieser Körperteile tragen die Tiere schwarze Linien, die je nach Individuum unterschiedlich breit sein können. Leicht unterhalb der Mitte verläuft ein breiter, leicht geschwungener horizontaler Balken, in dem sich keine schwarzen Linien befinden. In diesem Balken ist mittig ein roter Fleck angeordnet, dessen Größe individuell variiert. Rötlich mit schwarzem Saum sind die Hinterflügel gefärbt.

Correbia lycoides (Tiger Bug Mimic)

Von Mexiko über Zentralamerika bis in den nördlichen Bereich von Südamerika reicht das Verbreitungsgebiet der Falterart Correbia lycoides. Auch auf Kuba und in Puerto Rico ist die Spezies heimisch. Leider ist über diese Tiere in den einschlägigen Online-Quellen nur sehr wenig herauszufinden. Ihre Flügelspannweite schätze ich auf ewta 25 bis 30 Millimeter. Die Vorderflügel sind orange-bräunlich gefärbt und tragen schwarze Binden. Correbia lycoides fliegt sowohl am Tage als auch in der Nacht. Ihr Aussehen scheint eine Mimikry zu sein. Man vermutet, dass möglicherweise das äußere Erscheinungsbild einer bestimmten Wespen- oder Wanzenart nachgeahmt wird. Diese Falterart kommt in Regen- und Nebelwäldern in tiefen und mittleren Höhenlagen vor.

Cosmosoma telephus

Während der Nacht ist die Falterart Cosmosoma telephus aktiv. Künstliche Lichtquellen ziehen die Tiere an, doch bei Tagesanbruch verstecken sie sich meist schnell wieder in der Vegetation. Die Flügelspannweite dieser Tiere schätze ich auf circa 30 Millimeter. Charakteristisch für diese Spezies ist ihr besonderes Aussehen. Der Brustbereich ist auf der Oberseite leuchtend rot behaart. Nur der vordere Teil des Hinterleibs trägt ebenfalls rote Haare und die Flügel, die größtenteils transparent sind, weisen ebenfalls einige rote Bereiche aus, die vor allem an der Basis liegen. Außen sind die Fühler schwarz und auch ihre Adern sind schwarz gezeichnet. Der schwarze Hinterleib trägt auf der Oberseite einige irisierende blaue Flecken. Der Kopf ist schwarz und die Stirn ist irisierend blau. Beine und Fühler sind schwarz bis dunkelgrau gefärbt. Über diese Falterart finden sich in den gängigen Quellen darüber hinaus leider keine weiteren Angaben. Das Verbreitungsgebiet dieser Spezies reicht von Kolumbien bis nach Venezuela. Darüber hinaus kommt sie in Brasilien im Bundesstaat Espírito Santo und seiner näheren Umgebung vor.

Cyclopis caecutiens

Eine imposante Erscheinung ist die Falterart Cyclopis caecutiens. Diese schönen Tiere sind nachtaktiv und leben unter anderem in Wäldern und an Waldrändern. In den Online-Literaturquellen sind leider nahezu keine Informationen über diese Falterspezies zu finden. Ich schätze die Flügelspannweite der von mir beobachteten Exemplare auf circa neun bis zehn Zentimeter. Auf der Oberseite sind die Vorderflügel von Cyclopis caecutiens braun zu weiten Teilen braun gefärbt. Ein Muster aus hellen und teilweise fliederfarben bis hellblau schimmernden Bereichen bedeckt die Vorderflügel. Braun ist auch die Grundfärbung der Oberseite der Hinterflügel. Mittig verläuft ein leicht geknicktes Querband, das aus unterschiedlich großen, lose angeordneten hellen Flecken besteht. Beide Flügelpaare haben einen dünnen weißen Saum.

Dysschema marginalis

Die Falterart Dysschema marginalis ist nachtaktiv. Ich schätze die Flügelspannweite auf circa 70 bis 75 Millimeter; exakte Angaben habe ich hierzu in der Literatur bisher leider nicht finden können. Anhand der Färbung ihrer Hinterflügel lassen sich die beiden Geschlechter unterscheiden, wohingegen die Vorderflügel gleich aussehen. Die Grundfärbung ist schokoladenbraun. Darauf befindet sich ein breites, v-förmiges weißliches Muster. Am vorderen Rand schließen sich an den weißen Bereich zwei schmale gelbliche Flecken an. Bei den Männchen sind die Hinterflügel überwiegend weiß. Sie haben einen schokoladenbraunen Saum, der rote und weiße Bereiche trägt. Der Hinterleib ist rot mit einem breiten schwarzen Streifen, der mittig angeordnet ist und senkrecht verläuft; er weist einige Ausbuchtungen auf. Weibchen haben überwiegend rot gefärbte Hinterflügel, die einige schokoladenbraune Bereiche sowie einen ebenso gefärbten Saum aufweisen. Innerhalb des Saumes befinden sich weiße Flecken. Ihr Hinterleib ist ebenfalls rot gefärbt und trägt eine schwarzen Streifen, der bei den weiblichen Individuen allerdings meist deutlich schmaler ist als bei den männlichen Artgenossen. Beide Geschlechter haben einen dunkelbraunen bis schwarzen Thorax, auf dem sich rechts und links je ein großer gelber, ein kleinerer gelblich-weißer sowie ein kleiner roter Fleck befinden. Das Verbreitungsgebiet von Dysschema marginalis liegt in Ecuador, Kolumbien und Venezuela.

Dysschema tricolor

Mit ihrer Flügelspannweite von schätzungsweise 70 bis 75 Millimeter ist die Falterart Dysschema tricolor recht groß. In ihrem Erscheinungsbild unterscheiden sich die beiden Geschlechter dieser nachtaktiven Spezies so sehr, dass man sie gut erkennen kann. Bei den Weibchen sind die Vorderflügel einfarbing dunkelbraun, die Hinterflügel weisen dieselbe Grundfarbe auf. Einige große rote Flecken sowie je ein kleiner weißlicher Fleck zieren die Hinterflügel. Der Körper ist dunkelbraun gefärbt. Männliche Exemplare von Dysschema tricolor haben ebenfalls ein dunkles Schokoladenbraun als Grundfarbe ihrer Flügel. Einige weiße Flecken zieren die Hinterflügel und auf den Vorderflügeln befinden sich kontrastarme, helle Bereiche. Der Brustbereich ist bei den Männchen schwarz mit einigen gelben Flecken an den Seiten. Direkt an der Flügelbasis befindet sich je ein kleiner roter Fleck. Der Hinterleib ist dunkel und trägt auf der Oberseite seitlich der Mittellinie helle, bläulich schimmernde Härchen. Das Hinterleibsende ist gelblich, orange oder rot gefärbt. Von Brasilien bis nach Paraguay und Bolivien sowie bis nach Surinam reicht das Verbreitungsgebiet dieser Art; auch in Venezuela kommt sie vor.

Eucereon punctata

Die Falterart Eucereon punctata ist zwar nicht sonderlich bunt, aber aufgrund ihres kontrastreichen schwarz-weißen Musters auf der Oberseite der Vorderflügel ist sie dennoch recht auffällig. Es gibt einige ähnliche Arten, bei denen die Position der schwarzen Flecken auf dem weißen Grund jedoch anders ist. Die Hinterflügel sind von der Basis bis etwa zur Mitte weiß und gehen dann über einen Grauton in einen schwarzen Rand über. Kopf und Brustteil sind dicht weiß behaart, der Hinterleib von Eucereon punctata ist leuchtend rot gefärbt. Auf der Oberseite befinden sich im hinteren Bereich einige kleine schwarze Flecken und auch das Hinterleibsende ist schwarz. Die Flügelspannweite dieser nachtaktiven Tiere beträgt circa 30 bis 33 Millimeter. Nachgewiesen wurde diese Spezies bisher für Guatemala, Surinam und die Amazonasregion. Für Carabobo in Venezuela sind mir außer meiner eigenen Beobachtung bislang keine Sichtungen bekannt.

Eucereon cf. relegata

Während der Nacht ist die Aktivitätsphase der Falterart Eucereon relegata. Über diese Tiere finden sich leider kaum Informationen in den gängigen Literaturquellen. Ihre Flügelspannweite schätze ich auf circa 30 Millimeter.Weiß ist die Grundfarbe der Oberseite beider Flügelpaare. Die Hinterflügel sind nahezu vollständig weiß, sie haben einen dunkelgrauen bis dunkel graubraune Saum und die Adern weisen ebenfalls die Saumfarbe auf. Auf den Vorderflügeln befindet sich ein Muster aus dunkelgrauen oder dunkel graubraunen Flecken, deren Anordnung für die Art charakteristisch ist. Bei frischen Individuen zeigen diese Flecken jeweils einen hellen, orangebraunen Rand, der bei abgeflogenen Exemplaren oft nicht mehr zu sehen ist. Der Körper ist graubraun behaart, am hinteren Ende des Hinterleibs sind Teile der Behaarung orange gefärbt. Laut Literaturangaben erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Eucereon relegata über Zentralamerika und den westlichen Streifen des nördlichen Südamerika. Über ein Vorkommen in Venezuela konnte ich keine Angaben finden, jedoch passt das von mir beobachtete Exemplar lediglich zum Erscheinungsbild von Eucereon relegata, ich konnte keine andere passende Art finden. Rund zwei Jahre nach meiner Beobachtung dieses Tiers konnte ein mit mir befreundeter Falterexperte dieselbe Spezies am selben Fundort erneut nachweisen und auch er ist der Ansicht, dass es sich um Eucereon relegata handelt. Ein alternativer wissenschaftlicher Name dieser Spezies lautet Nelphe relegatum.

Gonodonta ditissima

Die Falterart Gonodonta ditissima ist nachtaktiv. Leider sind in den gängigen Quellen im Internet nahezu keine Informationen über diese Spezies zu finden. Deshalb kann ich an dieser Stelle lediglich eine Beschreibung geben, die auf meinen eigenen Beobachtungen basiert. Auf circa 40 bis 45 Millimeter schätze ich die Flügelspannweite von Gonodonta ditissima. Die Vorderflügel sind auf der Oberseite rotbraun gefärbt und weisen im hinteren Bereich ein zartes Bändermuster. An der vorderen Kante sind die Vorderflügel auf der Oberseite cremefarben. Braun mit einem orange bis gelblich gefärbten Fleck ist die Oberseite der Hinterflügel. Anders als die nahe verwandte Art Gonodonta pyrgo hat Gonodonta ditissima von der Seite betrachtet eine recht glatte Silhouette ohne Ausbuchtungen.

Gonodonta pyrgo

Obwohl die Falterart Gonodonta pyrgo in Venezuela stellenweise vergleichsweise häufig vorzukommen scheint und auch in anderen Teilen Mittel- und Südamerikas beheimatet ist, gibt es in den Online-Quellen kaum Informationen über diese Tiere. Ich schätze die Flügelspannnweite auf 40 bis 45 Millimeter. Typisch für die Tiere ist die in diesem Abschnitt gezeigte Flügelstellung. Deutlich sind die Kerben und „Höcker“ im oberen Bereich zu sehen. Rotbraun ist die Grundfärbung der Oberseite der Vorderflügel, deren vorderer Rand cremeweiß gefärbt ist. Im hinteren Abschnitt gibt es auf den Vorderflügeln ein sehr feines Muster aus sanften Bögen und oben liegt ein kleiner, hellblau schimmernder Fleck. Der Brustteil dieser Falter ist grau und behaart, der Kopf ist cremeweiß. Graubraun sind die Hinterflügel auf der Oberseite gefärbt, sie haben einen cremeweißen Rand. An der inneren Kante, die an die Vorderflügel grenzt, ist jeweils ein gelblicher bis cremeweißer Fleck vorhanden.

Halysidota sp.

In Venezuela kommen mehrere verschiedene Arten aus der Gattung Halysidota vor. Diese Tiere sind sehr schwer zu unterscheiden und weil ich kaum Bildmaterial in den gängigen Literaturquellen finden konnte, kann ich die hier gezeigten drei Tiere leider nicht auf Artebene bestimmen. Die Flügelspannweite der von mir beobachteten Exemplare der Gattung Halysidota hatten eine Flügelspannweite von schätzungsweise 45 bis 50 Millimeter. Weißlich ist die Grundfärbung der Vorderflügel, auf ihnen befindet sich ein hellbraunes bis gelbliches Muster, das aus mehreren Feldern besteht, die meist einen feinen, schwarzen Rahmen haben. Einfarbig weißlich sind die Hinterflügel gefärbt. Der Hinterleib ist bei den meisten Arten gelblich oder gelborange behaart. Falls es Ihnen möglich ist, die unter diesen Zeilen gezeigten Halysidota sp. auf Artebene zu bestimmen, würde ich mich sehr über eine Nachricht per E-Mail freuen.

Hypercompe cf. icasia

Das Verbreitungsgebiet der Falterart Hypercompe icasia ist riesig. Diese Tiere kommen nahezu in ganz Südamerika vor und sind darüber hinaus auf einer ganzen Reihe karibischer Inseln sowie in einigen Ländern Mittelamerikas heimisch. Ich schätze die Flügelspannweite auf 70 bis 75 Millimeter. Anhand der Färbung kann man die beiden Geschlechter bestimmen. Die Weibchen sind unauffällig und haben überwiegend weiße Flügel, die nur sehr zart gemustert sind. Ihr Körper ist im vorderen Bereich weiß behaart und der Hinterleib trägt braune Haare. Bei den Männchens ind nur die Hinterflügel weiß und relativ schmucklos; lediglich ein kleiner Fleck am hinteren Rand ziert die Hinterflügel. Die Vorderflügel haben in großen Teilbereichen eine weiße Grundfärbung, der Rest ist transparent. Auf dem weißen Bereich ihrer Vorderflügel tragen die Männchen von Hypercompe icasia ein Muster aus braun bis schwarz gefärbten, unregelmäßig geformten Ringen. Diese können teils miteinander verschmelzen. Auch auf dem vorderen Körper, der weiß behaart ist, setzt sich das Ringmuster fort; der Hinterleib ist braun bis rötlich behaart und endet ganz hinten in gelblich-weißen Härchen. Innerhalb der Art gibt es eine große Bandbreite von Variationen des Musters, die Tiere sind recht individuell gefärbt. Hypercompe icasia ist nachtaktiv.

Hypercompe laeta

Etwa 50 Millimeter beträgt die Flügelspannweite der Falterart Hypercompe laeta. Diese Tiere sind nachtaktiv und werden von Kunstlicht angelockt. Ihre Vorderflügel sind auf der Oberseite weiß. Ein charakteristisches Muster aus dunkelbraunen bis schwarzen Flecken befindet sich auf dieser Grundfarbe. Auch der Kopf und der Brustbereich sind weiß gefärbt und schwarz gefleckt. Weiß ist auch die Grundfarbe der Hinterflügel. Am oberen Rand sind sie ockerfarben bis orange gefärbt, auch der innere Rand weist diese Färbung auf. Nur wenige bräunliche Punkte bedecken die Hinterflügel. Der Bereich um den großen Zipfel am Rand der Hinterflügel ist schwarz bis dunkelbraun gefärbt. Am Hinterleib ist Hypercompe laeta dunkelgrau.

Hypercompe nemophila

Mit ihrer Flügelspannweite von circa 50 Millimeter ist die Falterart Hypercompe nemophila eher mittelgroß. Die Tiere sind nachtaktiv und werden von Kunstlicht angezogen. weiß, braun und schwarz sind die Vorderflügel auf der Oberseite gemustert. Dabei sind die schwarzen Bereiche in einer für die Spezies typischen Weise angeordnet. In der Ruhestellung ergeben die schwarzen Streifen zwei gebogenen Querbinden. Ockerfarben bis gelblichbraun sind die Hinterflügel auf der Oberseite gefärbt. Auf ihnen tragen diese Insekten einige schwarze Punkte. Graubraun sind Kopf und die Oberseite des Brustbereichs gefärbt. Auf letzterer befinden sich drei parallel verlaufende, senkrecht angeordnete schwarze Streifen. Orangebraun sind große Teile des Hinterleibs, etwa im hinteren Drittel befindet sich ein großer schwarzer Fleck. Eine alternative wissenschaftliche Bezeichnung für diese Spezies lautet Turuptiana nemophila.

Lophocampa annulosa (Santa Ana Tussock Moth)

Mit ihrer Flügelspannweite von circa 40 Millimeter ist die Falterart Lophocampa annulosa eher mittelgroß. Diese Tiere sind nachtaktiv und werden von Kunstlicht angezogen. Auf der Oberseite sind die Vorderflügel ockerfarben bis hell graubraun gefärbt. Ein netzartiges Muster aus braunen Streifen und Flecken bedeckt die Oberseite der Vorderflügel. Einfarbig hellgrau bis cremefarben sind die Hinterflügel gefärbt. Lophocampa annulosa ist nicht nur in Teilen Südamerikas heimisch, sondern kommt auch im Süden der USA sowie in Zentralamerika vor.

Melese laodamia

Von Mexiko über Panama bis nach Kolumbien, Venezuela und Trinidad reicht das Verbreitungsgebiet der Falterart Melese laodamia. Diese Tiere sind während der Nacht aktiv und werden häufig von Kunstlicht angezogen. Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 35 Millimeter. Interessant an dieser Spezies ist, dass sie bei Gefahr Ultraschall-Laute ausstößt. Man nimmt an, dass dies eine Abwehrstrategie gegen Fledermäuse ist, auf deren Speiseplan sie steht. Die Vorderflügel sind gelb und bräunlich bis purpurn-bräunlich gemustert, die Hinterflügel sind einfarbig cremefarben bis weißlich gefärbt. An den Beinen tragen diese Falter rosa bis purpurn in einigen Bereichen gefärbte Härchen.

Ophisma tropicalis

Über die Falterart Ophisma tropicalis sind in den gängigen Literaturquellen leider nur wenige Informationen zu finden. Die Tiere sind nachtaktiv und kommen im Süden der USA, in Zentralamerika sowie in der Karibik und in weiten Teilen Südamerikas vor. Circa 55 Millimeter beträgt ihre Flügelspannweite. Braun bis graubraun oder grau ist die Grundfarbe der Oberseite beider Flügelpaare. Auf den Vorderflügeln verläuft bei den Männchen ein helles Querband, das jedoch je nach Individuum unterschiedlich deutlich ausgeprägt ist. Es kann demnach sehr kräftig ausfallen oder aber kaum zu sehen sein. Der äußere Abschnitt der Vorderflügel ist bei den Männchen mittelbraun bis mittelgrau gefärbt. In der Nähe der äußeren Spitze der Vorderflügel befindet sich bei den meisten Individuen ein kleiner, schwarzer Fleck. Weibchen sehen ähnlich aus, bei ihnen sind die Vorderflügel auf der Oberseite im hinteren Bereich jedoch hellbraun bis hellgrau gefärbt und bei ihnen erstreckt sich unterhalb des hellen Querbandes ein dunkles Band. Die Hinterflügel sind bei beiden Geschlechtern im hinteren äußeren Bereich besonders dunkel.

Pelochyta arontes

Die Falterart Pelochyta arontes ist während der Nacht aktiv. Ich schätze ihre Flügelspannweite auf etwa 65 bis 70 Millimeter. In ihrer Färbung sind diese Nachtfalter recht schlicht. Die Vorderflügeln sind auf der Oberseite einfarbig graubraun gefärbt. Etwas dunkler als der Rest sind die Flügeladern. Einfarbig sandfarben sind die Hinterflügel; auch bei ihnen sind die Adern ein wenig dunkler als der Rest. An der Basis der Vorderflügel sowie im vorderen Teil der Brust und auf dem Kopf ist Pelochyta arontes orange gefärbt und trägt einige schwarze Flecken. Der Brustteil ist hell bräunlich behaart, der Hinterleib ist hellbraun und auf der Oberseite befinden sich einige parallel angeordnete schwarze Querbalken. Das Verbreitungsgebiet dieser Spezies reicht von Guatemala über den südlich davon gelegenen Teil Mittelamerikas bis nach Südamerika, wo die Spezies unter anderem in Venezuela, in Surinam und in Bolivien hemisch ist. Auch auf Trinidad kommt sie vor.

Robinsonia polyplagia polyplagia

Die Falterart Robinsonia polyplagia kommt in zwei Unterarten vor, von denen Robinsonia polyplagia polyplagia in Venezuela lebt und Robinsonia polyplagia transducens in Costa Rica. Circa 40 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser nachtaktiven Falterart. Bei der in Venezuela heimischen Unterart sind die Vorderflügel mittelbraun gefärbt und mit unterschiedlich großen weißen Flecken geschmückt. Dabei ist die Form und Anordnung der Flecken für diese Tiere sehr typisch. Zwar kann die Größe der einzelnen Flecken ein wenig variieren, aber ihre Form und Position auf dem jeweiligen Flügel ist charakteristisch. Rein weiß sind die Hinterflügel gefärbt. Kopf und Brust sind braun behaart, auf dem Thorax tragen die Tiere weiße Flecken. Ein kleiner orange gefärbter Bereich ziert den Kopf auf dessen Oberseite. Der Hinterleib ist ebenfalls orange behaart.

Zale lunata (Lunate Zale)

Die Falterart Zale lunata hat eine Flügelspannweite von 40 bis 55 Millimeter. Recht variabel ist die Färbung dieser Tiere. Ihre Flügel sind lebhaft in verschiedenen Braun- und Grautönen gemustert und tragen einige weiße Bereiche. Darüber hinaus zieren feine, schwarze Linien und Bögen die Oberseite beider Flügelpaare. Während die Muster und Farbtöne variieren können, ist die Position der weißlichen Bereiche auf den beiden Flügelpaaren für gewöhnlich relativ konstant, woran man diese Art meist recht gut erkennen kann. Das Verbreitungsgebiet dieser nachtaktiven Tiere ist riesig. Sie kommen in Teilen der USA, in Mittelamerika sowie in Teilen von Südamerika vor. Ich habe Hinweise auf Funde in Chile im Internet gefunden und auch in Venezuela scheint die Spezies heimisch zu sein, worauf meine eigenen Beobachtungen hindeuten.