Zwei Arten aus der Familie der Braunellen sind in Deutschland heimisch. Die Alpenbraunelle kommt jedoch nur im gleichnamigen Gebirge vor. In Düsseldorf und in der Umgebung dieses Ortes lässt sich lediglich die in diesem Kapitel vorgestellte Spezies beobachten.

Heckenbraunelle (Dunnock, Prunella modularis)

Betrachtet man die Heckenbraunelle nur flüchtig, kann man sie auf den ersten Blick für einen Haussperling halten. Viele Menschen verwechseln diese Vögel, denn sie kennen die kleinen Braunellen nicht, obwohl die Tiere in Deutschland häufig vorkommen. Doch betrachtet man Heckenbraunellen genauer, fallen einige Unterschiede auf. Anders als bei den Haussperlingen sind Rücken und Flügel der Heckenbraunellen schwarz gestreift, die Grundfarbe ist braun. Die Körperunterseite ist hellgrau-braun, der Kopf ist bleigrau gefärbt. Auffällig ist der lange, spitze, schwarz gefärbte Schnabel, der verrät, wovon sich die Heckenbraunelle ernährt: Insekten. Etwa 15 Zentimeter groß sind diese Vögel, die in Gärten, Parks und an Waldrändern mit Hecken und Unterholz anzutreffen sind. Im Unterschied zu vielen anderen Vogelarten, singen bei den Heckenbraunellen nicht nur die Männchen. Weibchen können ebenfalls singen und sie sehen genauso aus wie ihre männlichen Artgenossen.