Weltweit kommen viele verschiedene Arten aus der Familie der Stelzen und Pieper vor, in Sri Lanka lassen sich ebenfalls mehrere von ihnen beobachten, wenn auch nicht alle das gesamte Jahr über. Es sind insgesamt zehn Arten, die dort heimisch sind. Fotografieren konnte ich bislang nur zwei dieser Spezies.

Gebirgsstelze (Grey Wagtail, Motacilla cinerea cinerea)

Das Verbreitungsgebiet der Gebirgsstelze, die eng mit der aus Mitteleuropa bekannten Bachstelze verwandt ist, deckt eine enorme Fläche ab. Es erstreckt sich von Europa inklusive Skandinavien und Nordrussland über Kleinasien bis nach Nordchina, Japan und zu den Philippinen. Die Vögel werden 18 Zentimeter groß und fallen vor allem durch den langen, auf der Oberseite grau und auf der Unterseite weiß gefärbten Schwanz auf. Der Kopf und der Rücken sind dunkel graubraun gefärbt, die Kehle ist graubraun bis weißlich gefärbt. Die Körperunterseite trägt gelbbraune Federn, in der Brutsaison ist das Gelb meist kräftiger als im Winter. In Sri Lanka ist diese Vogelart nur während des Winterhalbjahres anzutreffen. Meist halten sich die Vögel einzeln oder paarweise in der Nähe von Fließgewässern auf, weil sie sich von den dort lebenden Insekten ernähren.

Orientpieper (Paddyfield Pipit, Anthus rufulus malayensis)

Offenes Grasland oder offene Gegenden, die mit Gebüschen durchsetzt sind, sind in Sri Lanka die Heimat des Orientpiepers; auch in landwirtschaftlich genutzten Bereichen kommen diese Vögel vor. Sie sind im gesamten Land ganzjährig anzutreffen. Etwa 16 Zentimeter beträgt die Körpergröße dieser unscheinbar bräunlich gefärbten Vögel. Jungtiere sind nicht ganz so kontrastreich gezeichnet wie ihre erwachsenen Artgenossen und wirken somit noch unauffälliger. Meist halten sich diese Vögel am Boden auf und suchen dort nach kleinen Insekten und Wirbellosen, die ihre Nahrung bilden.